Krankenkassen-Selbstbehalt wird in Frage gestellt

In einem interessanten Artikel im Tages Anzeiger, wird über die Gefahren der Kostenbeteiligung diskutiert.

Die Kostenbeteiligung trifft vor allem „ärmere“ Haushalte in der Schweiz. Oft sind von Armut betroffene aufgrund ihrer Gesundheit arm. Fact ist, dass Armut wiederum zu einer schlechteren Gesundheit führen kann. Versicherte aus ärmeren Verhältnissen wählen eine hohe Franchise um Kosten zu sparen und gehen aufgrund dessen seltener zum Arzt. Prävention und regelmässige Kontrollen finden aus Kostengründen nicht statt. Es kommt zu Notfällen und Spitalaufenthalte welche die Gesamtgesundheitskosten steigern. Aufgrund der Verschlechterung der Gesundheit, „steigt der Pflegebedarf, die Kostenbeteiligung nimmt, und die Menschen neigen dazu, die verschriebenen, unverzichtbaren Medikamente nicht zu besorgen. Dazu müssen sie ihre Franchise senken, was ihre Prämie erhöht und die Armut verschärft.“

Nun stellt sich die Frage, ob eine Abschaffung der Kostenbeteiligung, z.B. Krankenkassen-Selbstbehalt, die ärmeren Haushalte entlasten und im gesamten die Gesundheitskosten vermindern würde?

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